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Aufnahmestopp

Liebe Eltern, liebe Elternvertreter,

im Online-Portal für den Bürgerhaushalt 2015 der Stadt Stuttgart befinden sich zwei Vorschläge des Gesamtelternbeirat der städtischen Kindertagesstätten und Horte. Damit die Vorschlaäge mit in den Bürgerhaushalt aufgenommen werden können, bitten wir Sie um tatkräftige Unterstützung bei der Bekanntmachung und Online-Bewertung dieser Vorschläge im Bürgerhaushalt.

Der GEB fordert ein höheres Einstiegsgehalt für alle Erzieherinnen und eine Einstufung, die sich nach der zugeordneten Aufgabe richtet (Gruppenerzieherin, Gruppenleitung, Einrichtungsleitung). Die bisherige Einstufungspraxis nach Anzahl der Kinder in einer KiTa bzw. nach Ortsansässigkeit einer Einrichtung ist abzuschaffen!

Die gestiegene Verantwortung besonders im Bezug auf den zu erfüllenden Bildungsauftrag der Erzieherinnen und Erzieher und der Mangel an Fachkräften erfordert bei der Bezahlung ein Umdenken.

Den Vorschlag für ein höheres Einstiegsgehalt der Erzieherinnen finden Sie hier

Ein Wechsel von der Grundschule zu den weiterführenden Schulen bringt alleinerziehende und voll berufstätige Eltern durch den Abbau der Horte im Zuge des Ausbaus der Ganztagesschulen immer häufiger in Bedrängnis.

Der GEB hat daher für den Bürgerhaushalt 2015 der Stadt Stuttgart einen Vorschlag zur bedarfsgerechten Ganztagsbetreuung 10-14-jähriger Kinder eingereicht.

Den Vorschlag für eine bedarfsgerechte Ganztagsbetreuung finden Sie hier

 

Der Gesamtelternbeirat der städtischen Kindertagesstätten und Horte

10.12.2013:

An die Gemeinderatsmitglieder der einzelnen Fraktionen, Beschlussvorlage für die Gemeinderatssitzung GRDrs 488/2013 hier: Aussetzung des Aufnahmestopps für Horte

Sehr geehrte Gemeinderatsmitglieder,

mit Freude haben wir die Beschlussvorlage 488/2013 zur Kenntnis genommen.
Der Ausbau der Ganztagesgrundschule geht stetig voran. Das ist gut so.

Ein fundierter Umstieg braucht aber Zeit. An einem Großteil der Grundschulen müssen
bauliche Veränderungen vorgenommen werden. Viele Grundschulen begeben sich erst in
ein paar Jahren auf den Weg zur Ganztagesgrundschule.

Wir fordern den generellen Aufnahmestopp in den Horten um ein weiteres Jahr
auszusetzten. So geben Sie allen Betroffenen Einrichtungen die Möglichkeit sich
gut auf die Situation vorzubereiten und auch die richtigen Rahmenbedingungen zu
schaffen.

Der generelle Aufnahmestopp darf nicht erneut ausgesprochen werden. Viele Schulen
sind jetzt noch nicht ausreichend auf die neue Situation vorbereitet:
Beispiele sind unter anderem:

  • Dt. – Französische Grundschule Sillenbuch macht sich 2016 auf den Weg zur
    Ganztagesschule
  • Hohensteinschule ist teilgebundene Ganztageschule- die Außenstelle im
    Wohngebiet „Stadtpark“ nicht. Wegen begrenzter Räumlichkeiten wird diese auch
    keine Ganztagesschule. Somit Betreuung bis max. 14:00 Uhr- Der städtische Hort
    befindet sich gegenüber und betreut bis 18:00. Jedoch würde dieser keine Kinder
    mehr aufnehmen dürfen!

Dies sind nur zwei von vielen Beispielen.

Wo sollen diese Kinder betreut werden?

Sie stellen die Eltern vor ein gewaltiges Betreuungsproblem verbunden mit großem
logistischem Aufwand, wenn Sie den Aufnahmestopp kategorisch aussprechen. Zusätzlich
ist das Prinzip der kurzen Wege zur Schule so oftmals nicht durchsetzbar.

Solange eine adäquate Ganztagesbetreuung von Schul- bzw. Hortkindern an
Einrichtungen der Schule nicht sichergestellt ist weil einige Schulen sich erst in der
Zukunft für einen Umstieg entscheiden, darf der Aufnahmestopp für Horte nicht
erneut ausgesprochen werden!

Die Akzeptanz für die Ganztagesschule unter den Eltern, gewinnen Sie, in dem Sie
zeigen, dass ein sanfter Übergang von den Horten in ein Schülerhaus gewährleistet ist.
Ein genereller Aufnahmestopp für alle städtischen Horte bewirkt das Gegenteil.

Aktuell können die Schulen vor Ort nicht alle Kinder versorgen. Die Horte sind ein
wichtiger Bestandteil in der Betreuung. Hier werden oftmals nicht nur Kinder aus einer
Schule sondern von mehreren Schulen im Stadtbezirk aufgenommen.

In der Schulkind Betreuung haben sich Verbesserungen ergeben. Diese sind noch lange
nicht ausreichend. Der Anteil der Hortplätze liegt bei 19,1%, durch die Schulkind
Betreuung an Ganztagesschulen und Schülerhäusern kommen nochmals 36% dazu.

Fällt die Hortbetreuung nun weg, sind über 50% der Schulkinder nicht betreut.

Wir fordern Sie auf dem Antrag 433/2013 auf Aussetzung des Aufnahmestopps der
Horte um weitere zwei Jahre, bis zum Schuljahresbeginn 2015/2016 zu zustimmen.

Nur so werden bestehende Strukturen nicht zerschlagen. Es gibt allen Beteiligten die
Möglichkeit und Chance, die Umstrukturierung in Ruhe aufzubauen und nur so den
gestellten Anforderungen gerecht zu werden. Zum Wohle der Betreuungsqualität.

Mit freundlichen Grüßen

Julia Hilgendorff

für den

Gesamtelternbeirat der städtischen Tageseinrichtungen und Horte