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Gemeinderat

Sehr geehrter Herr Dr. Nopper, sehr geehrte Frau Fezer,

in der aktuellen Tarifrunde für die Mitarbeiter*innen im Sozial- und Erziehungsbereich unterstützen wir als Gesamtelternbeirat der städtischen Kitas, Horte und Schülerhäuser in Stuttgart die Ziele des pädagogischen Fachpersonals für

  • eine Entlastung von fachfremden Tätigkeiten, z. B. durch ausreichend Büro- und Küchenfachkräfte sowie Hausmeister,
  • die qualitative Verbesserung der Betreuungsbedingungen, z. B. einen Personalschlüssel nach wissenschaftlichen Mindeststandards (inkl. Einberechnung von Urlaubs-, Fortbildungs-, Pausen- und Krankheitszeiten), um die psychische und physische Entwicklung und Gesunderhaltung der Kinder und des Personals zu gewährleisten,
  • verbindliche und festgeschriebene Verfügungszeiten zur Vor- und Nachbereitung der pädagogischen Arbeit, um Entwicklungsdokumentationen, Elterngespräche, Telefonate mit Institutionen und Therapeuten und die Planung und Reflexion pädagogischer Angebote in Ruhe und nicht mehr auf Kosten der Betreuung erledigen zu können,
  • das Recht und ausreichend (vergütete) Zeit für Fort- und Weiterbildung und
  • eine angemessene finanzielle Anerkennung ihrer Arbeit.

Ein seit Jahren zu knapp bemessener Personalschlüssel und offene Stellen führen schnell zu Einschränkungen bei der Betreuung, allerdings sind sowohl die Kinder auf einen routinierten Alltag und die frühkindliche Bildung als auch die Familien auf eine verlässlich gute Betreuung angewiesen. Deshalb brauchen wir Personalschlüssel, die den Mindestanforderungen der Fachwelt entsprechen.

Wir möchten für unsere Kinder gute Bildung, Erziehung und Betreuung. Unsere Kinder sollen nicht aufbewahrt werden, während wir arbeiten oder andere Verpflichtungen haben, sondern sollen sich in Kita oder Schule wohlfühlen, mit anderen Kindern spielen, Spaß haben und gleichzeitig lernen und sich weiterentwickeln. Deshalb brauchen wir in den Kitas und Schulen gut ausgebildete und engagierte Fachkräfte, die ihre Arbeit gern machen, gesund sind und bleiben.

Alleine beim städtischen Kita-Träger fehlen in Stuttgart seit Jahren durchschnittlich ca. 250 Fachpersonen zur Betreuung und Bildung unserer Kinder. Die Fachkräfte haben ständig das Gefühl, den Kindern nicht gerecht werden zu können. Notwendig sind deshalb kleinere Gruppen und weniger Arbeitsbelastung für das Fachpersonal. Hinzu kommen die aktuellen Herausforderungen durch den Krieg in der Ukraine für die Soziale Arbeit insgesamt. Kriegsflüchtlinge müssen nicht nur aufgenommen und mit dem Nötigsten versorgt werden, sondern sie müssen auch betreut, aufgrund ihrer schrecklichen Kriegserlebnisse psychisch begleitet und bei uns integriert werden.

Der aktuelle Streik belastet die Familien außerordentlich, da schon durch die mit der Pandemie einhergehenden Schließungen der Kitas, zuletzt vor allem durch krankheitsbedingten Ausfall der pädagogischen Fachkräfte bedingt, die Möglichkeiten der Betreuung zuhause ausgereizt wurden. Neuerlicher Betreuungsausfall führt daher unweigerlich mindestens zu unbezahltem Urlaub und häufig auch zu Konflikten mit dem jeweiligen Arbeitgeber. Im Moment gehen die finanziellen Auswirkungen des Streiks ausschließlich zu Lasten der Familien, denn die Gebühren müssen unverändert weiterbezahlt werden, egal ob eine Betreuung in Anspruch genommen werden kann oder verschärfend noch ein Einkommensverlust durch unbezahlten Urlaub hinzukommt.

Nun droht sogar ein unbefristeter Streik. Daher dringen wir nachdrücklich auf eine zügige Einigung der Tarifparteien, denn früher oder später muss der Konflikt ja beendet werden. Je länger eine Einigung hinausgezögert wird, desto mehr werden die Kinder und ihre Familien darunter zu leiden haben. Die Stadt Stuttgart ist sowohl gesetzlich als auch vertraglich dazu verpflichtet, die Förderung und Betreuung unserer Kinder in einer KiTa sicherzustellen. Dieser Verpflichtung kommt sie während des Streiks nur ungenügend nach. Daher fordern wir stellvertretend für alle Eltern, deren Kind in einer städtischen Einrichtung in Stuttgart betreut wird, die anteiligen Kosten für die ausgefallenen Betreuungstage durch die Warn- und den eventuellen unbefristeten Streik zuzüglich des jeweiligen Essensgeldes zu erstatten.

Für unsere Kinder fordern wir Sie hiermit nachdrücklich auf, die Forderungen der Beschäftigten anzuerkennen und sich in Ihrem Kommunalen Arbeitgeberverband für konstruktive Verhandlungen mit der Gewerkschaft ver.di einzusetzen, um eine Einigung zu ermöglichen und den unbefristeten Streik abzuwenden!

Die Stuttgarter Kinder, Eltern und Bürger*innen werden es Ihnen danken.

Mit ungeduldigen Grüßen,
Ihr Gesamtelternbeirat der städtischen Kitas, Schülerhäuser und Horte

Wir als Gesamtelternbeirat der städtischen Kindertageseinrichtungen fordern die Tarifparteien eindringlich auf, sich ihrer Verantwortung gegenüber Kindern und Eltern bewusst zu sein.

Wir erwarten, dass sich die Tarifparteien entsprechend gut vorbereiten und konstruktiv gemeinsam eine Lösung erarbeiten. Zudem erwarten wir bereits in der ersten Verhandlungsrunde Ausdauer und Kreativität bei der Suche nach Lösungen und einem Tarifabschluss, von dem die Beschäftigten, aber auch die Gesellschaft profitieren werden!

Der Fachkräftemangel und die schlechten Arbeitsbedingungen für die Erzieher*innen sind durch die Pandemie allen bewusst geworden und das Personal ist durch das zermürbende Corona-Management inzwischen überlastet. Das muss in den Verhandlungen und im Tarifabschluss Ausdruck finden! Daher befürworten wir alle Maßnahmen, die zu einer Steigerung der Attraktivität dieses Berufsfeldes führen und eine faire Eingruppierung der Berufsgruppen vorsehen.

In der jetzigen Situation können sich Kinder und Eltern Warnstreiks oder gar große Streiks nicht mehr leisten. In den letzten zwei Jahren waren die Kindertageseinrichtungen teilweise ganz geschlossen, oder nur notgeöffnet. Derzeit schließen die Kindertageseinrichtungen ausschließlich wegen Ausfalls des ohnehin knappen und erschöpften Personals. Das Hauptaugenmerk aller Entscheidungsträger liegt aber aktuell auf dem Offenhalten der Kindertageseinrichtungen um jeden Preis. Durch die geänderten Quarantäneregeln müssen Eltern auf unbezahlten Urlaub zurückgreifen, wenn die Kindertageseinrichtung schließt. Eine Krankmeldung des Kindes liegt nicht vor, also kommt die Inanspruchnahme der Kind-Krank-Tage nicht in Frage. Damit wird die finanzielle Last ausschließlich auf die Familien abgewälzt.

Unsere Kinder haben große soziale Opfer gebracht und verdienen wieder einen geregelten Alltag. Wollt Ihr dafür verantwortlich dafür sein, dass unsere Kinder auch nur einen weiteren Tag in die soziale Isolation gehen?

Gez. Der Gesamtelternbeirat der städtischen Kindertageseinrichtungen, Horte und Schülerhäuser in Stuttgart

Themen waren u.a.

  • Inklusionskonzept für Stuttgart: Gespräch mit Frau Simone Fischer, Beauftragte der Stadt Stuttgart für Menschen mit Behinderung
  • GEB-Vorschläge zum Bürgerhaushalt 2019
  • Kommunalwahl 2019: Vorstellung der erarbeiteten Aktionen, um die Kindertagesbetreuung zum Wahlkampf-Thema zu machen
  • Fragen und Infos aus der Elternschaft

Liebe Elternbeiräte,
Liebe Eltern,

Am 26. Mai finden die Kommunalwahlen in Stuttgart statt.

Auf Ihre Stimme kommt es an!

Sprechen Sie mit den Kandidaten und Parteimitgliedern an den Wahlkampfständen, auf Veranstaltungen und sozialen Netzwerken!

Machen Sie sich stark für eine Verbesserung der Kindertagesbetreuung in Stuttgart!

Aktuell warten in Stuttgart rund 5.000 Kinder vergeblich auf einen KiTa-Platz. Dieser Zustand ist nicht tragbar. Wir sind der Meinung, dass die Stadt mehr tun muss!

Setzen Sie sich ein für mehr und besser bezahlte Fachkräfte, die Ausweitung der Ausbildung und eine effektivere Anwerbung!

Setzen Sie sich ein für wohnortnahe Betreuung und Bildung für Kinder mit Behinderungen, für bessere Strukturen für Inklusion und Integration und für die Beschleunigung baulicher Maßnahmen!

Bereits im Januar hat der Gesamtelternbeirat der städtischen Kindertageseinrichtungen, Horte und Schülerhäuser in Stuttgart (GEB KiTa Stuttgart) den aktuell im Gemeinderat vertretenen Fraktionen Gelegenheit gegeben, Stellung zu unseren Forderungen nach einer verbesserten Kindertagesbetreuung und der Lösung des Fachkräftemangels zu beziehen. Die Antworten der Parteien hat der GEB ausgewertet und mit Smileys in den Zeilen der jeweiligen GEB-Forderung gekennzeichnet. Diese Auswertung ist keine direkte Wahlempfehlung, sondern soll uns einen Überblick darüber geben, wie die verschiedenen Fraktionen im aktuellen Gemeinderat zu unseren Forderungen stehen. Den ausgewerteten Fragebogen finden Sie in der Anlage.

Bei der vom GEB veranstalteten Podiumsdiskussion mit Vertretern der Gemeinderatsfraktionen zum Thema Fachkräftemangel in KiTas am 30. Januar 2019, konnten wir Eltern direkt in Kontakt mit Vertretern der Stadtpolitik treten und Lösungsansätze diskutieren. Einen Bericht dazu finden Sie hier.

Erfreulicherweise konnten wir in den Wahlprogrammen, die teilweise erst nach der Podiumsdiskussion veröffentlicht wurden, eine veränderte Positionierung unserer Themen wahrnehmen.

Deshalb unser Appell auch an Sie, liebe Eltern, helfen auch Sie mit, unsere Themen in den Vordergrund zu stellen.

Informieren Sie sich, an Wahlkampfständen und auf Parteiveranstaltungen, was die Parteien zum Thema Fachkräftemangel und eine Verbesserung der Kindertagesbetreuung in Stuttgart tun wollen und zeigen Sie im Gespräch mit den Vertretern der Parteien, dass wir Eltern eine wichtige Wählergruppe sind.

Eine gute Gelegenheit stellt der „Stuttgart-Tag“ am 11.05.2019 dar. An diesem Tag präsentieren sich die Wählervereinigungen beim Rathaus. Nehmen Sie die Gelegenheit wahr, sich bei den Parteien und Wählerlisten über ihre Programme zu informieren. Nutzen Sie die Gelegenheit auch, um Wahlkampf für unsere Anliegen als Eltern zu machen.

Eine kleine Argumentationshilfe sind unsere Flyer, die Sie in den Einrichtungen finden. Unten, sowie in unserem Download-Bereich finden Sie weitere Materialien für eine verbesserte Kindertagesbetreuung.

Wir würden uns freuen, wenn Sie auch den unten zum Download bereitgestellten Teaser über Facebook verbreiten können, damit auch diejenigen Eltern erreicht werden, die noch keinen KiTa-Platz haben und nicht durch Elternbeiräte vertreten werden.

Herzlichst,
Der Gesamtelternbeirat

Nachtrag am 14.05.2019: das PDF zur Parteienbefragung haben wir angepasst und neu hochgeladen. Inhaltlich haben wir keine Korrekturen vorgenommen.

Zu unserer Podiumsdiskussion mit Stadträten, Eltern und Erzieherinnen ist in der Stuttgarter Zeitung ein Artikel „Minijobber als Ersatz für Erzieherinnen? – Kontroverse Debatte um Kita-Ausbau in Stuttgart“ erschienen. Den StZ-Artikel finden Sie hier.

Insbesondere bis zur Kommunal- und Europawahl am 26.05.2019 wird es seitens der Politik verstärkt Gesprächsangebote in Form von Wahlkampfständen, Stammtischen und sonstigen Veranstaltungen geben. Hier brauchen wir Sie als betroffene und engagierte Eltern, die unsere Forderungen an die Wahlkampfstände tragen. Diskutieren Sie mit den Vertretern der Parteien, fordern Sie Lösungen ein setzen Sie damit unsere Themen mit auf die Agenda!

Die Forderungen des Gesamtelternbeirats finden Sie im PDF unten. Besprechen Sie diese mit den Vertretern der Parteien und machen Sie so Wahlkampf für unsere Interessen als Familien!

Sehr interessant war auch die SWR-Sendung zum Thema „Mal ehrlich… haben wir einen Kita-Notstand?“, bei der es um den Zustand der Kinderbetreuung in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ging. Gabriele Walz und Susanne Pfander waren als GEB-Vertreterinnen im Studio anwesend. Die aufgezeichnete Sendung finden Sie in der SWR-Mediathek, den Kurzbeitrag von Gabriele Walz ab Minute 47.

Themen waren u.a.:

  • Politische Positionierung zur Wahl des Gemeinderats 2019
  • Bericht aus der Speiseplan-AG
  • Kooperation Kita/Schule
  • Gebührenerstattung privater Kinderbetreuungskosten
  • Nachwahl in den GEB

Liebe Eltern,
Liebe Elternbeiräte,

Im Nachtrag das Protokoll zur öffentlichen Sitzung am 26.07.2017.

Themen waren:

  • Rückblick: Elternbefragung, Rahmenkonzeption, KiTa-Essen, Tarif Plus, Bürgerhaushalt 2017, Gespräche mit diversen Fraktionen des Gemeinderats
  • Ausblick: Wahl im Januar 2018, Informationsabend für Erstlingseltern, Streik 2018, Sanierungen, Themen für eine der nächsten GEB-Sitzungen
  • Fragen der Eltern
  • Beantwortung von Fragen aus vorangegangenen Sitzungen

 

 

Herzliche Grüße,
Gez. Der Gesamtelternbeirat

Liebe Eltern,

anbei das Protokoll zur öffentlichen Sitzung am 08.07.2015.

Tagesordnungspunkte waren

  • Kinderbetreuung in Stuttgart (Konzept „Kinderfreundliches Stuttgart, Gespräche mit Rathausfraktionen und Anträge zum Doppelhaushalt 2016/2017)
  • GEB-Wahl 2016 (der Fortbestand des Gesamtelternbeirats ist ohne engagierte Eltern und Elternbeiräte gefährdet)
  • Sonstiges – Fragen der Elternbeiräte (Streik: Bewertung des Schlichtungsergebnisses, Gebührenerstattung)


Herzliche Grüße,
Gez. Der Gesamtelternbeirat

In der öffentlichen Sitzung des Gesamtelternbeirats der städtischen Kindertagesstätten am 26.11.2014 berichtete Frau Ehret vom Jobcenter, zum Programm Bildung und Teilhabe, das Kinder in Bildung, sowie gesellschaftlich-kultureller Teilhabe begünstigen soll. Die Präsentation finden Sie auch in unserem Download-Bereich Dokumente.

Rückblickend bis 2012 stellte die Vorsitzende Frau Schneider wesentliche Projekte und Themen des Gesamtelternbeirats der Kindertagesstätten und Horte vor und schloss mit einer Vorschau auf das kommende Jahr. Den Gesamtrückblick finden Sie ebenfalls im Download-Bereich Dokumente.

In einer abschließenden Fragerunde der Elternvertreter und Eltern wurden Fragen zur Kinderbetreuung, Gremienarbeit im GEB, sowie zum drohenden Streik 2015 gestellt.

Protokoll – GEB-Sitzung vom 26.11.2014 (PDF)

Rückblick Gesamtelternbeirat 2012/2013/2014 (PDF)

Bildung und Teilhabe (BuT) Stuttgart (PDF)